20. Februar 2026
Schützenfest in der Overtime verloren

Der ESC Sparkasse Steindorf konnte das zweite Spiel des Semifinales auswärts in Ferlach ohne allzugroßen Druck in Angriff nehmen, da man ja das Heimspiel gewonnen hatte. Trotzdem wollte man die Führung unbedingt auf 2:0 ausbauen.

Erstes Drittel

Beide Mannschaften starteten stark ins Spiel, ohne jedoch gleich am Anfang alles zu riskieren. In der 7. Minute konnte Ferlach das 1:0 erzielen. Steindorf wirkte bemüht, konnte aber die leichte Überlegenheit nicht zum Ausgleich nutzen. Das Spiel verlief wieder äußerst fair, auch spannende Torszenen gab es auf beiden Seiten genügend zu beklatschen. Ohne weiteren Treffer ging es in die erste Drittelpause.

Zweites Drittel

In der Kabine dürfte es eine Ansprache von Trainer Mike Mayr gegeben haben, denn im zweiten Drittel zeigte Steindorf ein anderes Gesicht. In Minute 22:13 schlenzte Patrick Ratz – nach Zuspiel von Benjamin Petrik – die Scheibe in Richtung Ferlacher Tor, wobei Lukas Friedrich die Scheibe entscheidend abfälschte und den 1:1 Ausgleich erzielte. Doch postwendend, kaum eine Minute später, erzielte Ferlach das 2:1 und ging erneut in Führung. Der ESC fuhr rollende Angriffe am laufenden Band, trotzdem wollte der Ausgleich nicht gelingen. In der 32. Minute erhöhte Ferlach – entgegen dem Spielverlauf – sogar auf 3:1. Nun wurde es dem Vizemeister aber zu bunt: in Minute 32:26 gelang Samuel Hobitsch der Anschlusstreffer zum 3:2, assistiert durch Lukas Friedrich und Tadej Cimzar. Wenn das Werkl mal läuft, dann läuft es. In Minute 37:10 stellte Luka Kalan hochverdient auf 3:3, die Pässe zum Tor kamen von Philipp Kreuzer und Patrick Ratz. Sichtlich geschockte Ferlacher mussten nur 25 Sekunden später den nächsten Treffer von Benjamin Petrik zum 3:4 Rückstand hinnehmen, die Assistpunkte dazu bekamen Ruslan Gelfanov und Franz Wilfan. Doch es kam noch dicker für die Büchsenmacher, denn nach Zuspiel von Patrick Walder und Philipp Kreuzer gelang Julian Maurer mit einem Abfälscher das 3:5 nach 39:00 Minuten. Der Ferlach Torhüter zertrümmerte daraufhin seinen Schläger, wurde dafür aber nicht bestraft.

Drittes Drittel

In der 44. Minute stellte Ferlach auf 4:5, doch Steindorf blieb ruhig. In Minute 46:13 stellte Benjamin Petrik den zwei Tore Vorsprung mit dem 4:6 wieder her, die vorangegangenen Pässe kamen von Fabian Stichauner und Patrick Ratz. Danach führte in der 51. Minute ein kurioser Treffer zum 5:6, bei dem nach einer Abwehr von Lukas Moser die Scheibe kerzengerade in die Luft sprang und der Ferlacher im Torraum die Verwirrung nutzte und einnetzte. Doch die Proteste von der Steindorfer Bank nutzten nichts, der Treffer zählte. Der Spielverlauf wurde noch bitterer, den in der 56. Minute konnte Ferlach noch zum 6:6 ausgleichen. Am Ende bekam Ferlach noch eine Strafe, Steindorf versuchte in den verbleibenden 1:32 Minuten den Ausgleich zu erzielen. Einige hochkarätige Chancen wurden nicht genutzt, bzw. von Ralf Kropiunig im Tor von Ferlach abgewehrt. Nun musste in der Overtime der Sieger ermittelt werden.

Overtime

Steindorf konnte noch 28 Sekunden mit 4 gegen 3 in Überzahl spielen, doch Treffer gelang keiner. Bei 3 gegen 3 hatte Steindorf noch zwei Topchancen, doch die Scheibe wollte nicht ins gegnerische Tor. Wie es dann so oft ist, bekommt man die Tore, die man nicht macht. Adis Alagic krönte sich in einem Konter mit seinem zweiten Tor des Abends zum Matchwinner. Es stand 63:01 Minuten 7:6 für Ferlach und Steindorf musste ohne Sieg die Heimreise antreten.

Fazit

Eine faire und recht ausgeglichene Partie, in der Steindorf das Spiel nach 3:1 Rückstand noch drehte, aber dann am Ende den Ausgleich hinnehmen musste. In der Overtime fehlte, wie eigentlich im ganzen Spiel, etwas das Glück. Eine Vielzahl an Chancen, das Match für sich zu entscheiden, wurde nicht genutzt. Spielerisch keine schlechte Leistung, aber teilweise wurde die Scheibe zu leicht verloren und Ferlach nutzte das eiskalt aus. Kopf hoch, am Sonntag (14:00 Uhr) in Steindorf kann man mit Heimvorteil die Führung in der Serie wieder an sich reißen.

Bitte kommt zahlreich in die Halle und unterstützt unsere tolle Mannschaft!

ESC Sparkasse Steindorf, TR Mike Mayr:
„Wenn du in der Defensive die Aufgaben nicht erfüllst, kannst du nicht gewinnen. Die Serie steht 1:1. Kopf hoch! Am Sonntag wartet ein neues Spiel auf uns.“

Elektrotechnik Morak Ferlach vs. ESC Sparkasse Steindorf
Endergebnis: 7:6 OT (1:0, 2:5, 3:1, 1:0)
Schiedsrichter: Ettlmayr, Wuntschek, Holzer, Puff
Besucher 204
Tore ESC: L. Friedrich, Hobitsch, Kalan, Petrik 2, Maurer

Copyright Fotos: Hockey24/7

 

Cookie Consent mit Real Cookie Banner