22. Februar 2026
Hart erkämpfte 2:1 Führung in der Serie

Nach der unglücklichen Niederlage in Ferlach steht die Serie 1:1. Der ESC Sparkasse Steindorf wollte unbedingt den Heimvorteil behalten und auf heimischem Eis auf 2:1 in der Serie stellen. Diesmal war auch Stefan Bacher wieder mit von der Partie, er sollte mit seiner Klasse und Routine in der Abwehr für mehr Sicherheit sorgen. Auch Martin Oraze konnte – nachdem er einen harten Check in Ferlach einstecken musste – in der Abwehr aufgeboten werden. Es war angerichtet, trotz der frühen Beginnzeit um 14:00 kamen am “Family Day” 379 zahlende Zuseher in die Halle, um ihre Mannschaft lautstark anzufeuern.

Erstes Drittel

Steindorf startete praktisch in Unterzahl ins Spiel, musste nach 44 Sekunden eine Strafe hinnehmen, um nur eine Minute später auch noch in doppelte Unterzahl zu geraten. Mit vereinten Kräften wurde die Unterzahl ohne Gegentor überstanden. Steindorf konnte nun endlich bei fünf gegen fünf sein Spiel aufziehen. Doch in der fünften Minute geriet man dann doch ins Hintertreffen und musste das 0:1 hinnehmen. Das war Warnschuss genug, Steindorf kam immer besser ins Spiel, zeigte tolle Kombinationen und war brandgefährlich. In Minute 11:35 trat Julian Maurer aus dem eigenen Drittel unwiderstehlich an, umkurvte das gegnerische Tor und fand Fabian Stichauner. Der spielte zu Luka Kalan, dieser suchte Philipp Kreuzer, der sehenswert zum 1:1 einnetzte. In dieser Phase des Spieles dominierte Steindorf die Büchsenmacher nach Belieben. Der nächsten Treffer in Minute 15:07 gelang Benjamin Petrik mit einem satten Schuss aus der Halbdistanz, assistiert wurde ihm von Franz Wilfan und Ruslan Gelfanov. Knapp vor Drittelpause nach 19:27 gespielten Minuten erhöhte Franz Wilfan in Überzahl nach Pass von Benjamin Petrik verdient auf 4:1.

Zweites Drittel

Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes wirkten die Ferlacher Spieler bereits etwas demotiviert und müde. Steindorf hielt das Tempo hoch, erspielte sich auch einige guten Torchancen, Treffer gelang aber bis auf weiteres keiner. In der 33. Minute kam es zu einer wahren Strafenflut gegen den ESC Sparkasse Steindorf: die Schiedsrichter meinten, einen Bandencheck erkannt zu haben und setzten noch eine kleine Bankstrafe gegen die Mannschaft wegen unsportlichem Verhalten drauf. Die Halle tobte, niemand wusste genau, was da eigentlich passiert war und geahndet wurde. Doch es nutzte alles nichts, Steindorf war zwei Minuten lang in 3:5 Unterzahl. Diese Strafen überstand Steindorf unter lautem Jubel der Zuseher jedoch unbeschadet. Es wurde aber noch kurioser, denn kaum waren die Strafen überstanden, wurde eine Behinderung eines Steindorfer Spielers “erkannt” und nur Sekunden später noch eine Strafe gegen den ESC wegen Stockschlages ausgesprochen. Nun verstand kein Zuseher in der Halle mehr, was da am Eis abging. Nach einer Minute in doppelter Unterzahl traf Ferlach wenig überraschend zum 4:2 in der 36. Minute. Doch es durfte kein weiterer Spieler von Steindorf aufs Eis, da das Schiedsrichter Quartett eine Unsportlichkeit (Kritik) auf Seiten Steindorfs bestrafte. Die Halle tobte, doch die heimische Mannschaft blieb ruhig, konzentrierte sich auf das Herunterspielen der Strafe. Dies gelang auch, aber man merkte deutlich, dass diese Strafen den Spielfluss von Steindorf gebrochen hatten und Ferlach eine zweite Luft bekam. So schnell kann ein Spiel kippen, die Pausensirene sorgte für eine Unterbrechung, um sich in der Kabine wieder zu sammeln.

Drittes Drittel

Steindorf kam gefasst aus der Kabine, konnte jedoch in der 43. Minute den Anschlusstreffer Ferlachs zum 4:3 nicht verhindern. Ferlach machte viel Verkehr vor dem Tor, so dass ein eigentlich recht harmloser Weitschuss seinen Weg ins Netz fand, weil Lukas Moser die Sicht genommen wurde. Steindorf fand einige gute Chancen vor, eine davon nutzte Philipp Kreuzer dann in Minute 46:11 – zur Erleichterung aller – zur 5:3 Führung. Die Assistenten zum Treffer waren Fabian Stichauner und Luka Kalan. In der 53. Minute, nach fast einer Kopie des 3. Tores von Ferlach, stand es plötzlich 5:4. Ferlach warf noch einmal alles nach vorne, doch die Heimmanschaft spielte clever auf Puckbesitz, so dass der Ferlacher Goalie nicht vom Eis gehen konnte. Ganz am Ende, Sekunden vor der Schlußsirene, rettete Lukas Moser noch einmal in höchster Not.

Fazit

Bis zu der Vielzahl an Strafen hatte Steindorf die Partie voll im Griff. der Schaden nach einer zweimaligen doppelte Unterzahl konnte mit einem Gegentor noch in Grenzen gehalten werden. Der gerissene Faden blieb, doch mit Willen und letztem Einsatz konnte diesmal – nach gedrehtem Spielstand – die Führung über die Zeit gebracht werden. Im Play Off zählt kein Schönheitspreis, sondern nur gewonnene Spiele. Insofern wurden die Hausaufgaben erledigt und der Heimvorteil bleibt am Ossiachersee. Am Mittwoch, im 4. Spiel der Serie, könnte man auswärts bereits das Finalticket lösen. Ansonsten bleibt noch das Heimrecht am Freitag in Spiel 5, ehe es für eine der beiden Mannschaften bereits am Sonntag, im ersten Spiel des Finales gegen den EHC Althofen, auswärts weiter geht. Althofen besiegte Spittal mit 3:0 in der Serie.

Spieler des Abends

Der Sponsor des Abends Drive Retzer, vertreten durch Hannah und Gernot Retzer, wählte unseren Goalie Lukas Moser #70 zum Spieler des Abends.

ESC Sparkasse Steindorf Trainer Mike Mayr im KEHV-Interview:
„Bis zum Stand von 4:1 hatten wir das Spiel gut im Griff. Danach ist jedoch der Faden gerissen, und wir haben zu viele Strafen kassiert. Letztendlich haben wir aber verdient gewonnen.“

ESC Sparkasse Steindorf vs.Elektrotechnik Morak Ferlach
Endergebnis: 5:4 (4:1, 0:1, 1:2)
Schiedsrichter: Dreier, Widmann, Frieser, Holzer
Besucher 379
Tore ESC: Kreuzer 2, Petrik, Kalan, Wilfan

Copyright Fotos: Hockey24/7

 

 

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